WLAN Glossar
Access-Point • Ad-Hoc • Bluetooth • DSSS • FHSS • Funkzelle • Funkmessung • IEEE-802.11b • IP • LAN • MAC Adresse • Mbps • Mikrowellengeräte • Multi-Zellen • NAT • PC-Card • QOS • Roaming • SSID • WAN • WECA • WEP • Wi-Fi • Wireless Bridge • WLAN • WLAN-Standards
Access-Point
Der Access Point ist der Kern einer jeden Funkzelle. Durch angeschlossene Antennen versorgt er alle mit ihm verbundene WLAN-Nutzer. Es können gleichzeitig bis zu 30 Nutzer (von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich) mit einem Access Point verwaltet werden. Der Access Point ist aber auch Bindeglied zu einem bereits bestehendem IEEE 802.3 basierenden festverkabelten Netzwerk. Die meisten auf dem Markt erhältlichen Lösungen bestehen aus einem Access Point und PCI Clients sowie USB-Adapter für Wireless LAN. Die PCI Karte wird in einen freien Steckplatz eines Rechners eingebaut, die USB Variante an einen freien USB-Port angeschlossen und durch eine zusätzliche Client-Software gesteuert. Alle Firmen bieten auch PCMCIA Karten an, die überwiegend in Laptops und PDAs eingebaut werden. Durch eine zusätzliche Software einer angeschlossenen Netzwerkkarte, kann ein Rechner auch als Access Point für ein Wireless LAN fungieren.
Ad-Hoc:
Diese Bezeichnung steht für ein Wireless Peer-to-Peer Netzwerk. Dieser Modus muss bei den einzelnen Funkkarten (Clients) aktiviert sein, um miteinander ohne Verwendung eines Access Points kommunizieren zu können. Dieser Modus wird auch als Direktverbindung bezeichnet.
Bluetooth
Bluetooth ist ein Funksystem genutzt zur Übertragung von Sprache und Daten. Bluetooth bietet Datenraten von 57 kbit/s bis 721 kbit/s und hat eine Reichweite von maximal 10 Metern (bei 1 mW - Class 2) oder 100 Metern (bei 100 mW - Class 1). Bluetooth nutzt wie WLAN den Standard IEEE 802.11b auf dem 2,4 GHz ISM-Band. Bluetooth unterstützt ebenfalls ein Ad-hoc Netzwerk mit bis zu 8 Teilnehmern, mittlerweile sind auch Bluetooth Access Points erhältlich.
DSSS
Direct Sequence Spread Spektrum. Das als DSSS abgekürzte Übertragungsverfahren verschlüsselt ein zu übertragendes Bit mit einem Code nach dem Zufallsverfahren und kodiert es mit einem Bit. Dabei wird das chmalbandige Ursprungssignal zu einem breitbandigen Signal moduliert. Auf diese Weise kann das gesamte verfügbare Frequenzband genutzt werden, und es wird eine höhere Datenübertragungsrate erreicht. Auf der anderen Seite führt dies zu einer höheren Störunanfälligkeit.
FHSS
Frequency Hopping Spread Spectrum. Die Geräte mit der FHSS Arbeitsweise benutzen den Frequenzbereich von 2,4-2,5 GHz. Beim Frequency Hopping schaltet der Sender nach einer Zufallsfolge 50 mal pro Sekunde die Sendefrequenz um. Dafür stehen im 2,4 GHz- Band 82 verschiedene Frequenzen zur Verfügung. Der Empfänger schaltet ebenfalls in der bei der Verbindungsaufnahme vereinbarten Frequenzfolge um. Die Übertragung wird daher über die 79 nutzbaren Hops gespreizt, wobei aber zu jeder Zeit nur ein 1 MHz auf einem der Hops gesendet wird. Dieses Verfahren ist besonders geeignet für die WLAN-Anwendungen, die störenden Einfüssen wie militärische Anlagen, Flughäfen etc. ausgesetzt sind. Störquellen beeinflussen normalerweise nur einige Hops. Daher sind die Hopping Sequenzen so eingestellt, dass aufeinander folgende Hops mehrere MHz auseinander liegen. So können Störungen die Datenübertragung in einigen Hops beeinflussen, es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass sie den nächsten Hop in der Sequenz stören. Die Übertragungssequenz bleibt so weitestgehend unversehrt.
Frequenzbereich
Das Frequenzspektrum, angefangen bei den ultratiefen Frequenzen (Infraschall) bis zu Frequenzen mit Mikrometerwellenlängen (Ultraschall), ist eingeteilt in Bereiche mit festgelegten Frequenzgrenzen. Beim Wireless LAN ist der Bereich von 2,4 bis 2,4835 GHz.
Funkzelle
Der Bereich, der von der Antenne eines Access Points ausgeleuchtet / versorgt wird.
Funkmessung
Mit einer Funkmessung (oder auch Site-Survey) lässt sich die Ausleuchtung und Versorgungsqualität eines Access Points ermitteln. Bei größeren Projekten wie z.B. im Hotel wird dies im Vorfeld der Installation durchgeführt. Aber auch bei kleineren Installationen sehr empfehlenswert, um eine optimale Versorgungsqualität gewährleisten zu können.
IEEE 802.11b
Der offizielle Standard für WLAN mit 11 Mbit/s nach IEEE. Kompatibel sind nur Geräte, die das gleiche Verfahren (DSSS oder FHSS) nutzen. Ein FHSS-Gerät kann also nicht mit einer nach DSSS arbeitenden Gegenstelle kommunizieren. Verwendet man unterschiedliche 11-Mbit/s-Karten (DSSS) von verschiedenen Herstellern, kann es im besten Fall dazu kommen, dass sich die Geräte auf den kleinsten gemeinsamen Nenner treffen (2 Mbit/s).
IP
IP = Internet Protocol (TCP/IP = Transmission on Control Protocol/Internet Protocol), Standardprotokoll für die Datenkommunikation im Internet. Es beinhaltet die Adressierung einzelner Rechner (Hosts) und von Netzwerkkomponenten im World Wide Web. Außerdem sorgt es für die Strukturierung einzelner Rechnerverbunde in logische Netzwerksegmente, unter Berücksichtigung der entsprechenden Sicherheitspakete.
IP-Adresse
Eine IP-Adresse besteht aus vier Bytes (IPv4) bzw. vier Quads, die durch Punkte getrennt sind - zum Beispiel 192.168.0.1. Über diese Zahlen werden in einem Netzwerk - z.B. im Internet - Ressourcen, wie z.B. Computer, Access Points oder Netzwerkkarten, identifiziert. Üblicherweise werden IP-Adressen nur auf Betriebssystemebene verwendet. Auf der Nutzeroberfläche werden üblicherweise Klartextnamen verwendet - so z.B. Domain-Namen. Die Zuordnung von Namen zu Adressen übernimmt der DNS.
LAN
Lokal Area Network, lokale Vernetzung von z.B. Computern im Gebäude oder auf dem Gelände zur Datenübermittlung. Traditionelle LANs verbinden PCs und andere Computer miteinander und stellen Verbindungen zu Fileservern, Druckern und anderen Netzwerkkomponenten mittels Kabeln oder Glasfaserleitungen her. Die Anwender kommunizieren über das LAN, versenden E-Mails und greifen auf gemeinsame Ressourcen oder auf verteilte Datenbanken zu. Diese Lösungen sind ortsgebunden und somit einer starren Struktur unterworfen: Um eine Verbindung zum LAN herzustellen, muss der Anwender mit seiner Arbeitsstation über eine Netzwerkdose an das LAN angeschlossen werden. Diese physikalische Verbindung schafft eine Umgebung von stationären Arbeitsplätzen. Bei einer Verlegung des Arbeitsplatzes muss die Station vom LAN getrennt werden und an seinem neuen Standort wieder ans LAN angeschlossen werden. Eine Erweiterung des LANs heißt zusätzliche Verkabelung, was neben Zeit zusätzliche Kosten bedeutet. Komplexe LANs mit einer großen Anzahl von Nutzern, die z.B. in verschiedenen Räumen in verschiedenen Stockwerken ansässig sind, werden in Segmente unterteilt, um ein vernünftiges Netzmanagement zu ermöglichen.
MAC Adresse
Sie ist fest auf eine Netzwerkkarte gespeichert und weltweit eindeutig; es handelt sich um eine unverwechselbare Seriennummer. Die Adressen werden aus 48 Bit gebildet. Diese werden normalerweise als 6 Hexadezimalzahlen dargestellt: z.B.: 00-30-67-34-00-1A. Die ersten drei Hexzahlen geben einen Herstellercode an (hier 3Com). Die restlichen Zahlen werden intern zur Kodierung genutzt. Die Datenpakete im Netzwerk werden immer über die MAC-Adresse zugestellt, alle anderen Adressierungsarten müssen immer auf diese Hardware-Adresse umgesetzt werden.
Mbps
Megabits per second. Die Maßeinheit für die Datenübertragungsrate (Bandbreite) z.B. in Netzwerken. "Mega" bedeutet in diesem Fall 10hoch6, nicht 1024x1024. Im deutschen Sprachgebrauch in Mbit/s gemessen.
Mikrowellengeräte
Handelübleich Haushalts Mikrowellengeräte können ggf. eine Störquelle darstellen, da sie ebenfalls im 2,4 GHz Bereich arbeiten. Bei der Installation eines WLANs sollte daher darauf geachtet werden, dass die Komponenten nicht in direkter Nähe von dieser Störquelle positioniert werden.
Multi-Zellen
Befinden sich im Bereich eines Clients mehr als ein Access Point, spricht man von überlappenden Funkzellen. Jeder Stationsadapter verbindet sich automatisch mit dem Access Point mit der besten Verfügbarkeit bzw. mit dem besten Empfang. Überlappende Funkzellen sind ein wesentlicher Vorteil eines Wireless-LANs, da hierdurch ein nahtloser Übergang (Roaming) von einem Access Point zum anderen ermöglicht wird. Verschiedene Access Points können so positioniert werden, dass die von ihnen gebildeten Funkzellen sich überschneidenund so eine sogenannte Multi-Zelle bilden.
NAT
Network Address Translation - Wenn ein Netzwerk z.B. über einen Router auf das Internet zugreift und dieser Router über NAT-Funktionalität aufweist, hat das ganze lokale Netzwerk nur eine einzige IP nach außen; die Rechner im internen Netz sind für alle Rechner außerhalb des LANs (Internet) unsichtbar. Der Router regelt durch Umschreiben der Header der einzelnen Datenpakte den Verkehr. NAT-Lösungen sind bei ISPs sehr beliebt, da so weniger IP-Adressen verteilt werden müssen; neben diesem Aspekt bietet NAT auch noch eine Sicherheitsfunktion. Für potentielle Angreifer wird es schwieriger, in das interne Netz zu gelangen wenn der Zielrechner nicht bekannt ist. Neben diesen Vorteilen bietet NAT aber auch Schwachpunkte: Obwohl viele Applikationen (z.B. Surfen im Web, E-Mail etc.) ohne Probleme funktionieren, wird es unter Umständen bei gewissen Onlinespielen schon etwas schwierig. Hier müssen einzelne Ports direkt einer internen IP zugewiesen werden.
PC-Card
PC-Card, oder auch PCMCIA Karte (PC Memory Card International Association) genannt. Einschübe findet man heute in jedem Notebook oder PDA. Die Schnittstelle ist genormt und kann verschiedene Kartentypen aufnehmen. Die PC-Card ist bei fast allen Herstellern in jeder Funkkomponente (AP, PCI/ISA Karten, Converter) enthalten und bildet so die Schnittstelle zu jedem WLAN.
QOS
Quality of Service. Hiermit wird das Bandbreitenmanagement bezeichnet, um beispielsweise Diensten, wie Sprachübertragung bei Voice over IP, Priorität einzuräumen.
Roaming
Mobil eingesetzte Geräte wie Notebooks oder PDAs können sich ohne Abbruch des Datenverkehrs zwischen verschiedenen Zellen eines Netzwerkes bewegen. Das Roaming garantiert ununterbrochene Kommunikation eines mobilen Clients mit dem Netzwerk bzw. Internet. Diese Roaming-Funktion wird durch die Fähigkeit der Station erreicht, den Access-Point in seiner Umgebung zu wählen, der das stärkste Signal sendet.
SSID
Service Set Identifier Description. Diese Stationskennung wird in Access Points per Software vom Betreiber eingegeben und kann frei gewählt werden. Mit einer SSID können User am Hotspot sich klar einem vorhandenen Netzwerk zuordnen. Eine SSID entspricht in etwa den in LANs vergebenen Netzwerk-Namen für Arbeitsgruppen.
WAN
"Wide-Area-Network", bedeutet übersetzt "Weitverkehrsnetz". Man bezeichnet Zusammenschlüsse von mehreren LANs über schnelle Datenleitungen als WAN. Ein klassisches Beispiel ist das Internet.
WECA
Wireless Ethernet Compatibility Alliance
WEP
"Wired Equivalent Encryption" mit 40Bit und 128Bit-Verschlüsselung. Methode der Datenverschlüsselung vor der Datenübertragung, mit einen Zufallszahlencode werden die übertragenen Daten verschlüsselt. Mittlerweile Aufgrund zu geringer Sicherheit nicht mehr am Hotspot im Einsatz.
Wi-Fi
Wireless Fidelity. Hierbei handelt es sich um eine Zertifizierung von WLAN Produkte durch die WECA. Produkte, welche die Prüfung erfolgreich bestanden haben, sind miteinander kompatibel. Alle großen Hersteller sind weitgehend in diesem Konsortium zu finden.
Wireless Bridge
Eine Wireless Bridge dient zur vor allem zur Verbindung von räumlich entfernten LANs über Gebäudegrenzen hinweg. Die Geräte werden in der Regel mit Außenantennen ausgerüstet, die sowohl Richt- wie auch Rundstrahlcharakteristik aufweisen können. Die Antennen sind wetterfest und werden i.d.R. auf Dächer angebracht, während die Bridges geschützt im Inneren stehen. Unbedingt notwendig ist hierbei die direkte Sichtverbindung zwischen den Gebäuden.
WLAN
Bei einem WLAN handelt es sich um eine drahtlose Anbindung an ein Netzwerk. Dadurch lassen sich beispielsweise die Computer eines Unternehmens miteinander verbinden. Ein WLAN überträgt Daten per Funk entweder zwischen einem Access Point und einem Notebook oder zwischen zwei Endgeräten.
Gerade kleinere und mittlere Firmen entscheiden sich immer öfter für diese Lösung, um Kosten für die Verlegung von Kabeln zu sparen und die Flexibilität zu erhöhen. WLAN ist unter anderem durch den Standard 802.11b spezifiziert. Das IEEE-Konsortium (Institute of Electrical and Electronics Engineers) entwickelt den Wireless LAN-Standard weiter: Gegenwärtig kommt hauptsächlich der Standard 802.11b in drahtlosen Datennetzwerken zum Einsatz.
WLAN-Standards
802.11
WLAN-Standard der IEEE von 1997 für das lizenzfreie 2,4-GHz-Band. Übertragungsrate: bis zu 3 MBit/s
802.11a
Nachfolger von 802.11 von Ende 1999. Nutzt das 5-GHz-Band und liefert bis zu 54 MBit/s
802.11b
Nachfolger von 802.11 für das 2,4-GHz-Band. Übertragungsrate: bis zu 11 MBit/s
802.11e
Substandard für die Ergänzung von QoS-Funktionen
802.11g
Konkurrenz zu 802.11a mit ebenfalls 54 MBit/s, jedoch im 2,4-GHz-Band, kompatibel zu 802.11b
802.11h
Europäische Variante, ähnlich 802.11a, mit Funktionen zur Sendeleistungskontrolle
802.11i
Zukünftiger Sicherheitsstandard für WLANs mit wirksamem Verschlüsselungsschema und neuem Authentifizierungsalgorithmen
802.11x
Substandard für WLAN-Security im Bereich Authentifizierung


